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Schlagwort: Vaterland

Vortrupp für eine bessere Welt

Vortrupp für eine bessere Welt

Da fällt einem zufällig ein Buch in die Hände mit dem Titel „Vortrupp, Halbmonatsschrift für das Deutschtum unserer Zeit“, III. Jahrgang 1914. Aha, denken wir: Deutschtum! Da wissen wir ja gleich, worum es geht. Wir schlagen das Inhaltsverzeichnis auf und finden Aufsätze, die unseren Verdacht bestätigen. Es geht mal wieder um die besseren Deutschen: Neue Tatsachen zur Rassenhygiene, Die Frau und die Volksgesundheit, Das Vaterland ist in Gefahr, Untermenschliche Umwertung. Herausgeber dieser Schrift ist ein gewisser Hans Paasche, Kapitänleutnant a.D….

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Die Mobilmachung der Deutschen Frau

Die Mobilmachung der Deutschen Frau

Der Erste Weltkrieg ist auch heute noch eine einträgliche Handelsware. Bei ebay z.B. werden tausende von Feldpostkarten angeboten, die Käufer bieten, überbieten und kaufen für horrende Summen kostbare Einzelstücke, aber auch das billige Stück für einen Euro. Es ist nicht immer erkennbar, wo der Unterschied liegt. Auch auf Flohmärkten gibt es jede Menge Erinnerungsstücke der glorreichen Zeit: Orden, Postkarten oder ganze Fotoalben. Opas Vergangenheit wird verscherbelt oder einfach mehr oder weniger sinnvoll entsorgt. Also gehen wir einmal auf einen Hamburger…

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Rathenau – mein Gott, Walther!

Rathenau – mein Gott, Walther!

In diesem Jahr jährt sich Walther Rathenaus Geburtstag zum 150. Mal. Schon jetzt bereitet man sich in Berlin auf dieses Ereignis am 29. September vor. Es wird eine Sonderbriefmarke geben, es wird Feierlichkeiten, Festreden und einen gewaltigen Medienrummel geben. Den Anfang machten jetzt im Januar die Kommunalvertreter in Treptow-Köpenick: Die Bezirksverordnetenversammlung wird ersucht, anlässlich des 150. Geburtstages das Leben und Wirken des Industriellen, Schriftstellers und Politikers Dr. Walther Rathenau (1867-1922) hinsichtlich seines Lebenswerkes und seiner Arbeit im Bezirk mit geeigneten…

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Noch’n Gedicht

Noch’n Gedicht

Kaum hatte der Krieg am 1. August angefangen, da entpuppten sich Tausende von Soldaten als wahre Lyriker. Vor allem die Anfangsmonate brachten eine Fülle an kriegerischen Jubelgedichten hervor. Der Literaturkritiker Julius Bab schätzte für die ersten Kriegswochen die Zahl der Gedichte, die täglich in den Redaktionen von Zeitungen eingingen, auf rund 50.000. Schon 1914 wurde in Freiburg das Deutschen Volksliedarchiv gegründet, wo die während des Krieges entstandenen Lieder und Gedichte gesammelt wurden. http://www.1914-2014.eu/index.php/aktionen/59-lieder-und-gedichte-aus-dem-1-weltkrieg

Die ersten Kriegswochen

Die ersten Kriegswochen

So steht es in den Geschichtsbüchern und so haben wir es im Kopf: Der Kaiser hat am 1. August 1914 die allgemeine Mobilmachung befohlen und Russland den Krieg erklärt. Die Nachricht vom Kriegsausbruch verbreitete sich rasch im ganzen Reich, die Menschen sammelten sich vor den Plakaten an den Litfaßsäulen und rissen sich um die Extrablätter. Junge Soldaten meldeten sich freiwillig. An den Transportwaggons standen Parolen wie: »In sechs Wochen sind wir wieder zurück. Lieb Vaterland magst ruhig sein, kein Franzose…

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Krüppel? – Normal!

Krüppel? – Normal!

Moderne Krüppelpflege – mit dieser Überschrift hat die Frauenrechtlerin Anna Plothow vor 100 Jahren einen bemerkenswerten Artikel im Illustrierten Jahrbuch von 1915 verfasst. Sie schreibt gleich zu Beginn, was wir heute manchmal auch empfinden: „Bei dem Wort „Krüppel“ überläuft viele Menschen ein aus Grauen und Mitleid gemischtes Gefühl. Aber das soziale Bewusstsein unserer Zeit hat auch dieses kaltherzige Abtun und dieses falsche Mitleid überwunden.“ Das sind erstaunliche Gedanken für 1915. Anna Plathow beschreibt ausführlich die modernen Anfänge eines menschlicheren Umgangs…

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Eine Art Vermächtnis

Eine Art Vermächtnis

Es soll hier von einem Soldaten erzählt werden, der seine Pflicht für das Vaterland tat. Ein ganz normaler Soldat, der 1914 in den Krieg ziehen musste und wie die meisten sein Leben verlor. Aber etwas Besonderes hebt ihn aus der Masse heraus.

Rechte Frauen für den Krieg

Rechte Frauen für den Krieg

Seit der Reichsgründung gab es in Deutschland eine aktive konservative Frauenbewegung. Es waren meist Frauen aus dem mittleren und gehobenen Bürgertum. Sie verstanden sich als Gegenbewegung zur liberalen bürgerlichen Frauenbewegung. Der wichtigste und zahlenmäßig größte Verein war der „Vaterländische Frauenverein“, der 1914 rund 60.000 Mitglieder zählte. Er wurde bereits 1866 durch die preußische Königin Augusta gegründet. Der Verein bildete Frauen als Sanitäterinnen aus und baute ein sanitäres Netzwerk auf. Der 1905 gegründete „Flottenbund deutscher Frauen“ begann schon zu Friedenszeiten Geld…

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Deutscher Frühling 1915

Deutscher Frühling 1915

In Münster gibt es wie in vielen anderen deutschen Städten eine Kommission „Straßennamen“, die der Frage nachgeht, ob Straßen umbenannt werden sollen. In letzter Zeit gab es immer wieder hitzige Debatten um den Namen Hindenburg, aber meistens geht es um Personen mit Nazi-Vergangenheit. So war es auch in Münster. Eine kleine Straße heißt dort Castelleweg, benannt nach einem gewissen Friedrich Castelle. Die Kommission in Münster hatte am 15. Juni 2011 empfohlen, den Weg umzubenennen. Die Bezirksvertretung fasste in ihrer Sitzung…

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Fräulein Feldgrau

Fräulein Feldgrau

Versenden und Sammeln von Ansichtskarten war schon vor dem 1. Weltkrieg eine sehr beliebte Beschäftigung. Vor allem wer auf Reisen war, schickte die schnelle Karte. In Großstädten wurde bis zu dreimal am Tag die Post ausgeliefert. Ab August 1914 begann eine Reisewelle der besonderen Art. Viele deutsche Männer waren zum ersten Mal so richtig weit weg von zu Hause – in Belgien, Frankreich oder Russland. Umso wichtiger war der Kontakt zur Heimat. Also jetzt Feldpost. Meistens Feldpostkarte als schneller Gruß von…

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