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Kategorie: Gegen den Krieg!

Das Menschenschlachthaus

Das Menschenschlachthaus

Es sind nach 1918 zahlreiche Romane geschrieben worden, die versuchten, das Grauen des Krieges darzustellen und anzuprangern. Ob Remarque, Arnold Zweig oder Henri Barbusse – sie alle schrieben gegen den Krieg und wurden dementsprechend kritisch beäugt und später unter den Nazis verboten. Antikriegsromane eben. Wie sehr erstaunt es uns aber, dass es bereits vor 1914 jemanden gab, der die Schrecken des Krieges und das maschinengesteuerte Töten vorhergesehen und in seinem Roman so dargestellt hat, wie die Welt vier Jahre lang…

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We are making a new world

We are making a new world

1916 war das Jahr der großen und verlustreichen Schlachten. Ob auf der türkischen Halbinsel Gallipoli, bei Verdun, an der Somme oder im Skagerrak, am Jahresende waren Millionen Tote zu beklagen. Keine dieser Schlachten konnte den Krieg entscheiden. Trotzdem war 1916 ein Wendejahr. An den Fronten und Heimatfronten kippte die Stimmung. Die Begeisterung wich einer zutiefst verunsicherten Sicht auf die Welt. Keiner konnte sich vorstellen, wie sie nach diesem Krieg aussehen könnte. Künstler und Dichter, die selbst an der Front gekämpft…

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Vortrupp für eine bessere Welt

Vortrupp für eine bessere Welt

Da fällt einem zufällig ein Buch in die Hände mit dem Titel „Vortrupp, Halbmonatsschrift für das Deutschtum unserer Zeit“, III. Jahrgang 1914. Aha, denken wir: Deutschtum! Da wissen wir ja gleich, worum es geht. Wir schlagen das Inhaltsverzeichnis auf und finden Aufsätze, die unseren Verdacht bestätigen. Es geht mal wieder um die besseren Deutschen: Neue Tatsachen zur Rassenhygiene, Die Frau und die Volksgesundheit, Das Vaterland ist in Gefahr, Untermenschliche Umwertung. Herausgeber dieser Schrift ist ein gewisser Hans Paasche, Kapitänleutnant a.D….

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Erinnern oder vergessen?

Erinnern oder vergessen?

Die Briten, Franzosen und Belgier erinnern jedes Jahr am 11. November an den Waffenstillstand von 1918 und begehen landesweit Schweigeminuten. Im nationalen und sozialen Gedächtnis der Deutschen spielt der Erste Weltkrieg eher eine untergeordnete Rolle. Es sei denn, wir haben ein Erinnerungsjahr wie 1914, das zu einem vielstimmigen und reichhaltigen Medienereignis wurde. Jetzt zwei Jahre später ist das in der Öffentlichkeit kein Thema mehr, nicht einmal am Rande. Die Bücher von Christopher Clark und anderen Weltkriegsexperten sind aus den Bestsellerlisten…

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Carl Melchior – ein Grabstein und mehr nicht

Carl Melchior – ein Grabstein und mehr nicht

In der jüdischen Zeitschrift Der Morgen gibt es im Januarheft 1935 zwei Nachrufe für Carl Melchior, unmittelbar nach seinem Tod am 30. Dezember 1933. Diese beiden Texte sind für lange Zeit die letzten schriftlichen Quellen über ihn. In der Nazizeit wurde Carl Melchior übergangen und nach 1945 schlichtweg vergessen. Was für bedeutende Verdienste dieser Hamburger Politiker und Jurist hatte, kann man in diesen beiden Nachrufen nachlesen. Es ist unfassbar und nicht zu erklären, warum er heute immer noch vergessen ist….

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Ein Denkmal erinnert sich

Ein Denkmal erinnert sich

Ändern sich die Zeiten, dann ändern sich auch die Straßennamen. Das haben wir in Deutschland 1933, 1945 und 1989 erlebt. Aus dem Südring in Hamburg wurde 1933 ganz schnell die Schlageterstraße. Und ob die Hindenburgstraße ihren Namen behalten oder Otto-Wels-Straße heißen sollte, darüber hat man sich jahrelang gestritten. Bei den Denkmälern im öffentlichen Raum ist es manchmal ähnlich oder sogar noch heftiger. Da prallen die Meinungen bei den Fragen aufeinander: Wo soll das Denkmal stehen? Wie soll es aussehen? Welche…

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Großer Krieg und Blaue Reiter

Großer Krieg und Blaue Reiter

SIE STARBEN JUNG! – so heißt ein 2014 erschienenes Buch über acht Künstler und Dichter vor dem Ersten Weltkrieg. Unter ihnen Franz Marc. „Welche Gedanken begleiteten die jungen Männer, welche Ideen und Ideale prägten sie. Wie sah ihr Weltbild aus, das ihr Werk formte? Eine ganz neue Gesellschaft, vergeistigt, gereinigt, spirituell gestärkt, würde sich aus den Trümmern erheben. Mit diesen Gedanken malten sie ihre Bilder, zogen sie in den Krieg – und starben jung!“ (Klappentext)

Buchtipps zu Weihnachten

Buchtipps zu Weihnachten

„Das sind die besten Bücher zum Ersten Weltkrieg.“ So titelte DIE WELT vor einem Jahr am 2. Januar 2014 zum Auftakt des Gedenkjahres „100 Jahre Erster Weltkrieg“. Christopher Clarks Schlafwandler und andere frisch erschienene geschichtsträchtige Werke waren dabei, aber auch Wiederauflagen von Ernst Jünger: In Stahlgewittern und seine Tagebücher. Was bleibt, was ist bald vergessen?

Karl – ein Held?

Karl – ein Held?

Es ist für uns heute immer noch unvorstellbar, wie vor hundert Jahren Millionen junger Männer von ihren Generälen in den Tod getrieben wurden. Vorstellen mag man sich auch gar nicht, was in ihnen vorging – kurz vor dem Sprung aus dem Schützengraben, der fast immer einen Sprung in den Tod bedeutete – oder wie es damals noch hieß – bevor sie den Heldentod starben. Aber wer war von diesen Millionen Toten ein Held, wer nicht? Als Helden jedenfalls wurden bald…

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Der Mensch ist gut

Der Mensch ist gut

Es ist der 7. Mai 1915. In Berlin sitzen wie üblich die Literaten im Café des Westens, diskutieren oder schreiben an ihren Werken – unter ihnen René Schickele, Max Brod und Leonhard Frank. Am Nachbartisch sitzen Journalisten, die aufgeregt und laut über eine neue Kriegsmeldung diskutieren. Die Lusitania, ein englisches Passagierschiff, ist gerade von einem deutschen U-Boot versenkt worden. Einer der Journalisten, Felix Stössinger, ist darüber besonders begeistert. „Wir haben die Lusitania versenkt, mit 1198 Passagieren. Das ist die größte…

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