Browsed by
Kategorie: Helden

Der Krieg ist aus. Für die Frauen geht er weiter.

Der Krieg ist aus. Für die Frauen geht er weiter.

Im letzten Beitrag ging es darum, wie die deutsche Frau die heimkehrenden Krieger zu Hause zu empfangen habe. Mit Blumen, Girlanden und Gesang sollte das Kriegsmärchen zu Ende gehen – so stellte man sich das 1916 vor. Die Wirklichkeit sah zwei Jahre später ganz anders aus. Als am 9. November 1918 der Große Krieg zu Ende ging, waren die deutschen Soldaten zwar kriegsmüde, aber keineswegs friedlich gestimmt. Es bildeten sich im gesamten Reich Soldaten- und Arbeiterräte, der Kaiser musste abdanken….

Weiterlesen Weiterlesen

Noch’n Gedicht

Noch’n Gedicht

Kaum hatte der Krieg am 1. August angefangen, da entpuppten sich Tausende von Soldaten als wahre Lyriker. Vor allem die Anfangsmonate brachten eine Fülle an kriegerischen Jubelgedichten hervor. Der Literaturkritiker Julius Bab schätzte für die ersten Kriegswochen die Zahl der Gedichte, die täglich in den Redaktionen von Zeitungen eingingen, auf rund 50.000. Schon 1914 wurde in Freiburg das Deutschen Volksliedarchiv gegründet, wo die während des Krieges entstandenen Lieder und Gedichte gesammelt wurden. http://www.1914-2014.eu/index.php/aktionen/59-lieder-und-gedichte-aus-dem-1-weltkrieg

Carl Melchior – ein Grabstein und mehr nicht

Carl Melchior – ein Grabstein und mehr nicht

In der jüdischen Zeitschrift Der Morgen gibt es im Januarheft 1935 zwei Nachrufe für Carl Melchior, unmittelbar nach seinem Tod am 30. Dezember 1933. Diese beiden Texte sind für lange Zeit die letzten schriftlichen Quellen über ihn. In der Nazizeit wurde Carl Melchior übergangen und nach 1945 schlichtweg vergessen. Was für bedeutende Verdienste dieser Hamburger Politiker und Jurist hatte, kann man in diesen beiden Nachrufen nachlesen. Es ist unfassbar und nicht zu erklären, warum er heute immer noch vergessen ist….

Weiterlesen Weiterlesen

Krüppel? – Normal!

Krüppel? – Normal!

Moderne Krüppelpflege – mit dieser Überschrift hat die Frauenrechtlerin Anna Plothow vor 100 Jahren einen bemerkenswerten Artikel im Illustrierten Jahrbuch von 1915 verfasst. Sie schreibt gleich zu Beginn, was wir heute manchmal auch empfinden: „Bei dem Wort „Krüppel“ überläuft viele Menschen ein aus Grauen und Mitleid gemischtes Gefühl. Aber das soziale Bewusstsein unserer Zeit hat auch dieses kaltherzige Abtun und dieses falsche Mitleid überwunden.“ Das sind erstaunliche Gedanken für 1915. Anna Plathow beschreibt ausführlich die modernen Anfänge eines menschlicheren Umgangs…

Weiterlesen Weiterlesen

Karl – ein Held?

Karl – ein Held?

Es ist für uns heute immer noch unvorstellbar, wie vor hundert Jahren Millionen junger Männer von ihren Generälen in den Tod getrieben wurden. Vorstellen mag man sich auch gar nicht, was in ihnen vorging – kurz vor dem Sprung aus dem Schützengraben, der fast immer einen Sprung in den Tod bedeutete – oder wie es damals noch hieß – bevor sie den Heldentod starben. Aber wer war von diesen Millionen Toten ein Held, wer nicht? Als Helden jedenfalls wurden bald…

Weiterlesen Weiterlesen

Der Mensch ist gut

Der Mensch ist gut

Es ist der 7. Mai 1915. In Berlin sitzen wie üblich die Literaten im Café des Westens, diskutieren oder schreiben an ihren Werken – unter ihnen René Schickele, Max Brod und Leonhard Frank. Am Nachbartisch sitzen Journalisten, die aufgeregt und laut über eine neue Kriegsmeldung diskutieren. Die Lusitania, ein englisches Passagierschiff, ist gerade von einem deutschen U-Boot versenkt worden. Einer der Journalisten, Felix Stössinger, ist darüber besonders begeistert. „Wir haben die Lusitania versenkt, mit 1198 Passagieren. Das ist die größte…

Weiterlesen Weiterlesen

Eine Art Vermächtnis

Eine Art Vermächtnis

Es soll hier von einem Soldaten erzählt werden, der seine Pflicht für das Vaterland tat. Ein ganz normaler Soldat, der 1914 in den Krieg ziehen musste und wie die meisten sein Leben verlor. Aber etwas Besonderes hebt ihn aus der Masse heraus.

Heldenpoesie und Wirklichkeit

Heldenpoesie und Wirklichkeit

Fast alle Deutschen hatten im Ersten Weltkrieg verwundete oder gefallene Männer im Familien- und Freundeskreis zu beklagen. Tod und Trauer, Hunger und seelischer Schmerz  waren jahrelang die hartnäckigen Lebensbegleiter in den Familien. Wir fragen uns: Müssen die Menschen damals nicht irgendwann die Sinnlosigkeit des Krieges erkannt haben? Vielleicht ist das ein Grund, warum wir heute nach 100 Jahren uns so intensiv mit diesem Krieg beschäftigen: Wir sind ratlos und können es nicht begreifen, wie die Menschen das alles ertragen und…

Weiterlesen Weiterlesen

In Flanders‘ Fields

In Flanders‘ Fields

Auf der documenta 12 gab es nur für kurze Zeit ein vergängliches Kunstwerk zu sehen. Direkt vor dem Fridericianum hatte die kroatische Künstlerin Sanja Ivekovic ein Mohnblumenfeld angelegt. Wochenlang wurde der Friedrichsplatz in ein leuchtendes Rot getaucht. http://www.documenta11.de/1049.html?&L=0 Mohn blüht bekanntermaßen nicht so lange, die Pracht war  im trockenen Sommer 2007 schnell vorüber. Aber die Menschen werden sich in diesem Jahr in Deutschland und auf der ganzen Welt an dieses und andere Mohnfelder erinnern.