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Schlagwort: Front

Das Menschenschlachthaus

Das Menschenschlachthaus

Es sind nach 1918 zahlreiche Romane geschrieben worden, die versuchten, das Grauen des Krieges darzustellen und anzuprangern. Ob Remarque, Arnold Zweig oder Henri Barbusse – sie alle schrieben gegen den Krieg und wurden dementsprechend kritisch beäugt und später unter den Nazis verboten. Antikriegsromane eben. Wie sehr erstaunt es uns aber, dass es bereits vor 1914 jemanden gab, der die Schrecken des Krieges und das maschinengesteuerte Töten vorhergesehen und in seinem Roman so dargestellt hat, wie die Welt vier Jahre lang…

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Frieden: 1916 im Angebot

Frieden: 1916 im Angebot

„Angebot und Nachfrage sind zwei wichtige Begriffe der Marktwirtschaft. Dabei spielt der Preis des jeweiligen Produktes eine gravierende Rolle und beeinflusst das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.“ Passen diese Definitionen vielleicht nicht auch auf das, was Kaiser Wilhelm sich kurz vor Weihnachten 1916 ausgedacht hatte? Genau vor 100 Jahren, am 12. Dezember 1916, warf der Kaiser ein Friedensangebot auf den Markt. Die Nachfrage war allerdings nicht sonderlich groß. Keiner griff zu. Es dauerte noch rund zwei Jahre, dann war Deutschland…

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Mein Großvater zieht mit seinem Pferd in den Krieg

Mein Großvater zieht mit seinem Pferd in den Krieg

Über meinen Großvater Friedrich weiß ich so gut wie nichts. Ich habe ihn auch nicht mehr kennen gelernt. Geboren ist er 1879, gestorben 1937. Ein kurzes Leben lang in Masuren. Geheiratet hat er im Jahre 1902 die Charlotte Nymzyk. Sie wurde Mutter von dreizehn Kindern, von denen sieben die Geburt überlebten. Es gibt nur zwei Fotos von ihm und die spärlichen Lebensdaten aus dem Familienstammbuch. Sonst keine Briefe, kein Andenken. Keiner lebt mehr, der etwas über ihn erzählen könnte. Er…

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Eine Frage der Hygiene

Eine Frage der Hygiene

Zu den täglichen Pflichten eines Soldaten gehörte seit alters her die Reinigung seines Gewehrs. Die Selbstreinigung war eher zweitrangig oder kaum möglich. An der Front gab es keine Badewannen, Duschen oder Waschbecken. Wasser, wenn es überhaupt in der Nähe war, war zum Trinken da. Manchmal hatte man Glück und es war ein Fluss in der Nähe. Diese fünf Männer – so steht es auf der Rückseite des Fotos – haben sich im Mai 1917 bei Reims in die Fluten der…

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Noch’n Gedicht

Noch’n Gedicht

Kaum hatte der Krieg am 1. August angefangen, da entpuppten sich Tausende von Soldaten als wahre Lyriker. Vor allem die Anfangsmonate brachten eine Fülle an kriegerischen Jubelgedichten hervor. Der Literaturkritiker Julius Bab schätzte für die ersten Kriegswochen die Zahl der Gedichte, die täglich in den Redaktionen von Zeitungen eingingen, auf rund 50.000. Schon 1914 wurde in Freiburg das Deutschen Volksliedarchiv gegründet, wo die während des Krieges entstandenen Lieder und Gedichte gesammelt wurden. http://www.1914-2014.eu/index.php/aktionen/59-lieder-und-gedichte-aus-dem-1-weltkrieg

Fußball ist unser Leben

Fußball ist unser Leben

Vor einem Jahr ging diese rührselige Geschichte durch die Medien: Weihnachten 1914 haben deutsche und englische Soldaten an der Front ihr Gewehr beiseitegelegt, haben einen kleinen Tannenbaum in die Hand genommen, sind aufeinander zugegangen, haben gemeinsam „Stille Nacht“ gesungen und haben irgendwann aus lauter Feindesliebe angefangen Fußball zu spielen. Fotoapparate wurden gezückt und Bilder fanden sogar den Weg in die englischen Zeitungen. Das Spektakel dauerte nicht lange, dann ging der Krieg leider ohne Frontfußball „normal“ weiter.

Mit dem Fahrrad an die Front

Mit dem Fahrrad an die Front

Stellungskrieg – diesen Begriff kennen wir ja und verbinden damit die Kämpfe bei Verdun oder an der Marne. War man nicht im Schützengraben, nannte man das gegenseitige Töten Bewegungskrieg. Man musste ja erst einmal von zu Hause weg, und zwar schnell. Da war jedes Fortbewegungsmittel recht. Die Eisenbahn, Lastwagen, Automobile und Pferde wurden eingesetzt, um möglichst schnell ins Feindesland zu gelangen. Die Franzosen schickten im September 1914 sogar einige Tausend Soldaten mit dem Taxi an die Front. Ja, und nun…

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Henry, der Schwerenöter

Henry, der Schwerenöter

Emma und Henry waren 2014 – zumindest in Hamburg – die beliebtesten Vornamen. Wer hätte gedacht, dass diese altmodischen Vornamen eine Renaissance erleben. Das sind doch Namen, die vor 100 Jahren in Mode waren – neben Gertrud und Hans oder Elfriede und Karl. Und Emma und Henry waren natürlich auch dabei. Da ist es ein schöner Zufall, dass uns einige Postkarten aus dem Jahr 1916 erhalten sind, die ein gewisser Henry Weber von seinem Schatz Emma bzw. Emmy erhalten hat….

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Verwundete Krieger

Verwundete Krieger

Bereits in den ersten drei Monaten des Krieges gab es immense Verluste durch Tod und Verwundung.  Im Verlauf der ersten Grenzschlachten zwischen dem 20. und 25. August 1914 starben auf französischer Seite rund 40.000 Soldaten, d.h. durchschnittlich etwa 8.000 Männer pro Tag. Im September 1914 kamen rund 260.000 deutsche Soldaten zu Tode oder wurden verwundet. Viele der Verwundeten fanden sich in hastig eingerichteten Lazaretten wieder. War man darauf gar nicht vorbereitet?

Tornister tragen und ertragen

Tornister tragen und ertragen

In Frankfurt wurde gleich zu Beginn des Krieges die große Festhalle auf dem Messegelände beschlagnahmt. Die Militärverwaltung machte daraus eine Kleiderkammer. Wo vorher noch Sechstagerennen, Ausstellungen und der Circus Sarrasani die Massen angelockt hatten, standen jetzt tausende junger Männer Schlange. Die einen unbeschwert, andere vielleicht schon bedrückt und ahnungsvoll. So lief es im ganzen deutschen Reich ab. Mobilmachung hieß das Ganze. Es musste schnell gehen. In den kleinen und großen Städten standen die eingezogenen Rekruten vor den Kleiderkammern – noch…

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