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Schlagwort: Künstler

We are making a new world

We are making a new world

1916 war das Jahr der großen und verlustreichen Schlachten. Ob auf der türkischen Halbinsel Gallipoli, bei Verdun, an der Somme oder im Skagerrak, am Jahresende waren Millionen Tote zu beklagen. Keine dieser Schlachten konnte den Krieg entscheiden. Trotzdem war 1916 ein Wendejahr. An den Fronten und Heimatfronten kippte die Stimmung. Die Begeisterung wich einer zutiefst verunsicherten Sicht auf die Welt. Keiner konnte sich vorstellen, wie sie nach diesem Krieg aussehen könnte. Künstler und Dichter, die selbst an der Front gekämpft…

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Erinnern oder vergessen?

Erinnern oder vergessen?

Die Briten, Franzosen und Belgier erinnern jedes Jahr am 11. November an den Waffenstillstand von 1918 und begehen landesweit Schweigeminuten. Im nationalen und sozialen Gedächtnis der Deutschen spielt der Erste Weltkrieg eher eine untergeordnete Rolle. Es sei denn, wir haben ein Erinnerungsjahr wie 1914, das zu einem vielstimmigen und reichhaltigen Medienereignis wurde. Jetzt zwei Jahre später ist das in der Öffentlichkeit kein Thema mehr, nicht einmal am Rande. Die Bücher von Christopher Clark und anderen Weltkriegsexperten sind aus den Bestsellerlisten…

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Vergessen, nicht verjährt. Zum 100.Todestag eines deutschen Impressionisten.

Vergessen, nicht verjährt. Zum 100.Todestag eines deutschen Impressionisten.

Barbara Wackermann Am 17. Januar 1917 versammeln sich in der Galerie von Paul Cassirer in der Berliner Victoriastraße zahlreiche Mitglieder der Künstlervereinigung Berliner Secession, Kunstkritiker, Freunde und Verwandte zur Eröffnung einer Ausstellung. Der Erste Weltkrieg hat schon längst Berlin erreicht. Während draußen das schreckliche Schlachten unvermindert anhält, stehen die Menschen an der “Heimatfront“ bei grimmigem Frost nach Lebensmitteln an. Auch in der Kunstszene hat sich die Kriegsbegeisterung erschöpft, hat der Krieg auch hier seine Opfer gefordert: Die Maler August Macke…

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Ein Gedicht zum Weinen?

Ein Gedicht zum Weinen?

Otmar Hitzfeld hat’s getan. Jürgen Klopp hat’s getan. Man glaubt es nicht, auch Putin hat‘s getan und sogar Helmut Schmidt hat vor aller Welt bewiesen: Männer können weinen. Ob beim Abschied vom geliebten Fußballclub oder in bewegenden Augenblicken der Weltgeschichte – wir sind oft live dabei, wenn im Fernsehen sogenannte gestandene Männer weinen. Aber es gibt nicht nur Männer, die medienwirksam weinen, wenn die halbe Welt zuschaut. In England ist vor zwei Jahren ein Gedichtband erschienen mit dem herausfordernden Titel…

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Drei Buchtipps zu Weihnachten

Drei Buchtipps zu Weihnachten

In diesen Tagen werden die Bücher in den Buchläden höher gestapelt als sonst. Jetzt vor Weihnachten gibt es wieder neue Bestseller, die man unbedingt gelesen haben muss. Das sagt einem jedenfalls der Buchhändler, das sagt DIE ZEIT, das sagen andere Rezensenten. In der Abteilung Deutsche Geschichte liegen die Bestseller schon das ganze Jahr über auf hohen Stapeln: Christopher Clark z.B., Jörn Leonhard oder Herfried Münkler. Ob sie allerdings noch gekauft und dann auch noch gelesen werden, ist fraglich. Der Boom…

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Ein Denkmal erinnert sich

Ein Denkmal erinnert sich

Ändern sich die Zeiten, dann ändern sich auch die Straßennamen. Das haben wir in Deutschland 1933, 1945 und 1989 erlebt. Aus dem Südring in Hamburg wurde 1933 ganz schnell die Schlageterstraße. Und ob die Hindenburgstraße ihren Namen behalten oder Otto-Wels-Straße heißen sollte, darüber hat man sich jahrelang gestritten. Bei den Denkmälern im öffentlichen Raum ist es manchmal ähnlich oder sogar noch heftiger. Da prallen die Meinungen bei den Fragen aufeinander: Wo soll das Denkmal stehen? Wie soll es aussehen? Welche…

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Großer Krieg und Blaue Reiter

Großer Krieg und Blaue Reiter

SIE STARBEN JUNG! – so heißt ein 2014 erschienenes Buch über acht Künstler und Dichter vor dem Ersten Weltkrieg. Unter ihnen Franz Marc. „Welche Gedanken begleiteten die jungen Männer, welche Ideen und Ideale prägten sie. Wie sah ihr Weltbild aus, das ihr Werk formte? Eine ganz neue Gesellschaft, vergeistigt, gereinigt, spirituell gestärkt, würde sich aus den Trümmern erheben. Mit diesen Gedanken malten sie ihre Bilder, zogen sie in den Krieg – und starben jung!“ (Klappentext)

Buchtipps zu Weihnachten

Buchtipps zu Weihnachten

„Das sind die besten Bücher zum Ersten Weltkrieg.“ So titelte DIE WELT vor einem Jahr am 2. Januar 2014 zum Auftakt des Gedenkjahres „100 Jahre Erster Weltkrieg“. Christopher Clarks Schlafwandler und andere frisch erschienene geschichtsträchtige Werke waren dabei, aber auch Wiederauflagen von Ernst Jünger: In Stahlgewittern und seine Tagebücher. Was bleibt, was ist bald vergessen?

Der Mensch ist gut

Der Mensch ist gut

Es ist der 7. Mai 1915. In Berlin sitzen wie üblich die Literaten im Café des Westens, diskutieren oder schreiben an ihren Werken – unter ihnen René Schickele, Max Brod und Leonhard Frank. Am Nachbartisch sitzen Journalisten, die aufgeregt und laut über eine neue Kriegsmeldung diskutieren. Die Lusitania, ein englisches Passagierschiff, ist gerade von einem deutschen U-Boot versenkt worden. Einer der Journalisten, Felix Stössinger, ist darüber besonders begeistert. „Wir haben die Lusitania versenkt, mit 1198 Passagieren. Das ist die größte…

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Anti-Kriegsbilder

Anti-Kriegsbilder

1931 erschien im Transmare Verlag, Berlin, ein besonderes Buch, das nur aus Fotos bestand. Der Titel: 1910-1930, Zwanzig Jahre Weltgeschichte in 700 Bildern. Das Bildmaterial wurde seinerzeit von Sandor Márai und Lászlo Dormándi zusammengestellt. Das Buch wurde 1938 von den Nationalsozialisten verboten („Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“). Kein Wunder – sollte es doch nach dem Willen der Herausgeber ein Anti-Kriegsbuch sein, auch wenn Friedrich Sieburg im Vorwort den Begriff „Kriegsbuch“ verwendet.