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Monat: August 2014

Der Mensch ist gut

Der Mensch ist gut

Es ist der 7. Mai 1915. In Berlin sitzen wie üblich die Literaten im Café des Westens, diskutieren oder schreiben an ihren Werken – unter ihnen René Schickele, Max Brod und Leonhard Frank. Am Nachbartisch sitzen Journalisten, die aufgeregt und laut über eine neue Kriegsmeldung diskutieren. Die Lusitania, ein englisches Passagierschiff, ist gerade von einem deutschen U-Boot versenkt worden. Einer der Journalisten, Felix Stössinger, ist darüber besonders begeistert. „Wir haben die Lusitania versenkt, mit 1198 Passagieren. Das ist die größte…

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When the Lamps Went Out

When the Lamps Went Out

Nicht nur in Deutschland wurde in 2014 flächendeckend an den Ersten Weltkrieg erinnert. In Belgien, Frankreich und England gibt es genauso wie bei uns zahlreiche Ausstellungen, Fernsehdokumentationen und Publikationen zu diesem Jahrhundertereignis. Die Tagebücher von Kriegsteilnehmern werden veröffentlicht und das Bildmaterial dazu ist im Internet millionenfach abrufbar. Interessant und wahrscheinlich einzigartig ist das Buch When the Lamps Went Out, das die englische Zeitung The Guardian  herausgebracht hat. Der Guardian hat in einer Anthologie Zeitungsartikel  von 1914 bis 1918 zusammengestellt, um…

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Ich glaub, ich wohn im Wald

Ich glaub, ich wohn im Wald

Die Deutschen können einfach alles. Krieg anfangen, Krieg bejubeln, Stellungskrieg mitmachen – und wenn der Stellungskrieg zu lange dauert und es vielleicht langweilig zu werden droht, bauen sie sich, sofern der Feind es zulässt, Waldhäuser und Waldwohnungen. Das war damals sicher kein Trend Zurück zur Natur, sondern eher ein bisschen Abwechslung im Kriegsalltag. Vielleicht stieg auch die Laune, wenn man sich im Wald eine kleine Villa gebaut hatte – eine Villa, oder wie der Gefreite Otto Dreyer nach Hause schreibt:…

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Ein bisschen Spaß muss sein…

Ein bisschen Spaß muss sein…

Ein bisschen Spaß muss sein. Dann ist die Welt voll Sonnenschein. Dieses Lebensmotto kennen wir von Roberto Blanco. Vielleicht handelten auch die Produzenten der sogenannten Humorpostkarten zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahre 1914 danach. Während an allen Fronten hundertausende Soldaten getötet wurden, gab es gleichzeitig Postkarten, die den Krieg von seiner spaßigen Seite sehen wollten. Eine ganz infame Idee hatte dabei der Verlag Gerhard Stalling. Spätestens 1916, als der Krieg schon lange kein Kinderspiel mehr war, entstand die Postkartenserie…

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