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Monat: Februar 2014

Heldenpoesie und Wirklichkeit

Heldenpoesie und Wirklichkeit

Fast alle Deutschen hatten im Ersten Weltkrieg verwundete oder gefallene Männer im Familien- und Freundeskreis zu beklagen. Tod und Trauer, Hunger und seelischer Schmerz  waren jahrelang die hartnäckigen Lebensbegleiter in den Familien. Wir fragen uns: Müssen die Menschen damals nicht irgendwann die Sinnlosigkeit des Krieges erkannt haben? Vielleicht ist das ein Grund, warum wir heute nach 100 Jahren uns so intensiv mit diesem Krieg beschäftigen: Wir sind ratlos und können es nicht begreifen, wie die Menschen das alles ertragen und…

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Guillaume Apollinaire

Guillaume Apollinaire

In den Krieg gegen Deutschland zu ziehen, war für Guillaume Apollinaire mehr als eine patriotische Pflicht. Man könnte sagen, es war die Gelegenheit, auf die er immer gewartet hatte, um Frankreich seine Liebe zu beweisen.  Gleich nach Beginn des Ersten Weltkrieges meldete er sich als Freiwilliger, aber er wurde abgewiesen, weil er nicht die französische Staatsangehörigkeit besaß. Dieses Scheitern muss für ihn ähnlich schmerzhaft gewesen sein wie bei früheren Gelegenheiten die Zurückweisung durch seine Geliebten, Annie Playden, Marie Laurencin und…

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Wie erklärt man Kindern den Krieg?

Wie erklärt man Kindern den Krieg?

Nur noch die ältere Generation kann mit dem Namen Agnes Sapper etwas anfangen. Die Jüngeren unter uns googeln und finden bei Wikipedia: Agnes Sapper (* 12. April 1852; † 19. März 1929) war neben Johanna Spyri und Ottilie Wildermuth eine der erfolgreichsten und meistgelesenen deutschsprachigen Jugendbuchautorinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Allein von ihrem bekanntesten Roman „Die Familie Pfäffling“, veröffentlicht 1907, wurden rund 900.000 Exemplare verkauft. Als der Krieg im August 1914 beginnt, hat Agnes Sapper plötzlich ein neues Thema: KRIEG….

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Noch einmal Kriegspostkarten

Noch einmal Kriegspostkarten

Brynolf Wennerberg, immerhin Schüler des berühmten dänischen Malers Peder Severin Krøyer, hat im ersten Weltkrieg mit seinen sogenannten Kriegspostkarten großen Erfolg gehabt. Der Begriff „Kriegspostkarte“ ist an dieser Stelle jedoch irreführend. Der Krieg fand ganz woanders statt, jedenfalls nicht auf Wennerbergs Postkarten.

In Flanders‘ Fields

In Flanders‘ Fields

Auf der documenta 12 gab es nur für kurze Zeit ein vergängliches Kunstwerk zu sehen. Direkt vor dem Fridericianum hatte die kroatische Künstlerin Sanja Ivekovic ein Mohnblumenfeld angelegt. Wochenlang wurde der Friedrichsplatz in ein leuchtendes Rot getaucht. http://www.documenta11.de/1049.html?&L=0 Mohn blüht bekanntermaßen nicht so lange, die Pracht war  im trockenen Sommer 2007 schnell vorüber. Aber die Menschen werden sich in diesem Jahr in Deutschland und auf der ganzen Welt an dieses und andere Mohnfelder erinnern.

1914: Belgien muss leiden

1914: Belgien muss leiden

Wir können uns heute anhand von Fotos und Dokumenten einigermaßen vorstellen, wie die Menschen vor 100 Jahren lebten und wie die Welt ausgesehen hat. Aber nur sehr vage und verschwommen können wir nachempfinden, was im Sommer 1914 in den Menschen vorging – vom Mord in Sarajewo bis zum 1. August. Stefan Zweig beschreibt in seinen Erinnerungen „Die Welt von Gestern“ die letzten Tage vor Ausbruch des Krieges. Er war gerade bei seinem belgischen Freund Emil Verhaeren und wollte den Rest…

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Die schönen Frauen von Brynolf Wennerberg

Die schönen Frauen von Brynolf Wennerberg

Das ist Friedel. Friedel Neumann. Der nette Postbote bringt ihr einen Feldpostbrief von ihrem Mann Erwin. Der ist im Juli 1915 irgendwo im Westen bei der II. Schweren Proviantkolonne. Friedel will ihm gleich antworten und schreibt mit innigen Grüßen: „Gefällt Dir diese Postkarte? Schicke dir noch einige von der Serie!“  Erwin hat bestimmt nicht Nein gesagt. Zu schön…