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Schlagwort: Frankreich

Erinnern oder vergessen?

Erinnern oder vergessen?

Die Briten, Franzosen und Belgier erinnern jedes Jahr am 11. November an den Waffenstillstand von 1918 und begehen landesweit Schweigeminuten. Im nationalen und sozialen Gedächtnis der Deutschen spielt der Erste Weltkrieg eher eine untergeordnete Rolle. Es sei denn, wir haben ein Erinnerungsjahr wie 1914, das zu einem vielstimmigen und reichhaltigen Medienereignis wurde. Jetzt zwei Jahre später ist das in der Öffentlichkeit kein Thema mehr, nicht einmal am Rande. Die Bücher von Christopher Clark und anderen Weltkriegsexperten sind aus den Bestsellerlisten…

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Mit dem Fahrrad an die Front

Mit dem Fahrrad an die Front

Stellungskrieg – diesen Begriff kennen wir ja und verbinden damit die Kämpfe bei Verdun oder an der Marne. War man nicht im Schützengraben, nannte man das gegenseitige Töten Bewegungskrieg. Man musste ja erst einmal von zu Hause weg, und zwar schnell. Da war jedes Fortbewegungsmittel recht. Die Eisenbahn, Lastwagen, Automobile und Pferde wurden eingesetzt, um möglichst schnell ins Feindesland zu gelangen. Die Franzosen schickten im September 1914 sogar einige Tausend Soldaten mit dem Taxi an die Front. Ja, und nun…

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Tornister tragen und ertragen

Tornister tragen und ertragen

In Frankfurt wurde gleich zu Beginn des Krieges die große Festhalle auf dem Messegelände beschlagnahmt. Die Militärverwaltung machte daraus eine Kleiderkammer. Wo vorher noch Sechstagerennen, Ausstellungen und der Circus Sarrasani die Massen angelockt hatten, standen jetzt tausende junger Männer Schlange. Die einen unbeschwert, andere vielleicht schon bedrückt und ahnungsvoll. So lief es im ganzen deutschen Reich ab. Mobilmachung hieß das Ganze. Es musste schnell gehen. In den kleinen und großen Städten standen die eingezogenen Rekruten vor den Kleiderkammern – noch…

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Fräulein Feldgrau

Fräulein Feldgrau

Versenden und Sammeln von Ansichtskarten war schon vor dem 1. Weltkrieg eine sehr beliebte Beschäftigung. Vor allem wer auf Reisen war, schickte die schnelle Karte. In Großstädten wurde bis zu dreimal am Tag die Post ausgeliefert. Ab August 1914 begann eine Reisewelle der besonderen Art. Viele deutsche Männer waren zum ersten Mal so richtig weit weg von zu Hause – in Belgien, Frankreich oder Russland. Umso wichtiger war der Kontakt zur Heimat. Also jetzt Feldpost. Meistens Feldpostkarte als schneller Gruß von…

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