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Schlagwort: Soldaten

Der Krieg ist aus. Für die Frauen geht er weiter.

Der Krieg ist aus. Für die Frauen geht er weiter.

Im letzten Beitrag ging es darum, wie die deutsche Frau die heimkehrenden Krieger zu Hause zu empfangen habe. Mit Blumen, Girlanden und Gesang sollte das Kriegsmärchen zu Ende gehen – so stellte man sich das 1916 vor. Die Wirklichkeit sah zwei Jahre später ganz anders aus. Als am 9. November 1918 der Große Krieg zu Ende ging, waren die deutschen Soldaten zwar kriegsmüde, aber keineswegs friedlich gestimmt. Es bildeten sich im gesamten Reich Soldaten- und Arbeiterräte, der Kaiser musste abdanken….

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Eine Frage der Hygiene

Eine Frage der Hygiene

Zu den täglichen Pflichten eines Soldaten gehörte seit alters her die Reinigung seines Gewehrs. Die Selbstreinigung war eher zweitrangig oder kaum möglich. An der Front gab es keine Badewannen, Duschen oder Waschbecken. Wasser, wenn es überhaupt in der Nähe war, war zum Trinken da. Manchmal hatte man Glück und es war ein Fluss in der Nähe. Diese fünf Männer – so steht es auf der Rückseite des Fotos – haben sich im Mai 1917 bei Reims in die Fluten der…

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Ein Gedicht zum Weinen?

Ein Gedicht zum Weinen?

Otmar Hitzfeld hat’s getan. Jürgen Klopp hat’s getan. Man glaubt es nicht, auch Putin hat‘s getan und sogar Helmut Schmidt hat vor aller Welt bewiesen: Männer können weinen. Ob beim Abschied vom geliebten Fußballclub oder in bewegenden Augenblicken der Weltgeschichte – wir sind oft live dabei, wenn im Fernsehen sogenannte gestandene Männer weinen. Aber es gibt nicht nur Männer, die medienwirksam weinen, wenn die halbe Welt zuschaut. In England ist vor zwei Jahren ein Gedichtband erschienen mit dem herausfordernden Titel…

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Noch’n Gedicht

Noch’n Gedicht

Kaum hatte der Krieg am 1. August angefangen, da entpuppten sich Tausende von Soldaten als wahre Lyriker. Vor allem die Anfangsmonate brachten eine Fülle an kriegerischen Jubelgedichten hervor. Der Literaturkritiker Julius Bab schätzte für die ersten Kriegswochen die Zahl der Gedichte, die täglich in den Redaktionen von Zeitungen eingingen, auf rund 50.000. Schon 1914 wurde in Freiburg das Deutschen Volksliedarchiv gegründet, wo die während des Krieges entstandenen Lieder und Gedichte gesammelt wurden. http://www.1914-2014.eu/index.php/aktionen/59-lieder-und-gedichte-aus-dem-1-weltkrieg

Krüppel? – Normal!

Krüppel? – Normal!

Moderne Krüppelpflege – mit dieser Überschrift hat die Frauenrechtlerin Anna Plothow vor 100 Jahren einen bemerkenswerten Artikel im Illustrierten Jahrbuch von 1915 verfasst. Sie schreibt gleich zu Beginn, was wir heute manchmal auch empfinden: „Bei dem Wort „Krüppel“ überläuft viele Menschen ein aus Grauen und Mitleid gemischtes Gefühl. Aber das soziale Bewusstsein unserer Zeit hat auch dieses kaltherzige Abtun und dieses falsche Mitleid überwunden.“ Das sind erstaunliche Gedanken für 1915. Anna Plathow beschreibt ausführlich die modernen Anfänge eines menschlicheren Umgangs…

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Noch einmal der 11.11., 11 Uhr

Noch einmal der 11.11., 11 Uhr

In Köln, Düsseldorf und im ganzen Rheinland beginnt jedes Jahr am 11.11., 11.11 Uhr der Karneval. In England, aber auch in Belgien und Frankreich feiert man gleichzeitig etwas ganz anderes. Der 11. November ist der sogenannte Poppy Day, an dem seit langer Zeit an die zahl- und namenlosen Opfer von Krieg und vor allem an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten erinnert wird. Um 11 Uhr läuteten auch in diesem Jahr hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs landesweit…

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Mongtreh moa la gahr!

Mongtreh moa la gahr!

Schon im August 1914 kam es zu Kampfhandlungen auf französischem Boden. Zunächst im Elsass, dann in Nordfrankreich, wo die deutschen Truppen Belgien durchquert hatten und nun auf französischem Boden schnell weiter marschieren wollten. Richtung Paris. Aber das ging nicht mehr so schnell wie erhofft. Aus einer kurzen Einquartierung wurde jetzt häufiger eine längere Besatzungszeit. Da musste man sich mit den Stadt- und Dorfbewohnern verständigen. Aber wie? Zeichensprache reichte auf Dauer nicht.

Tornister tragen und ertragen

Tornister tragen und ertragen

In Frankfurt wurde gleich zu Beginn des Krieges die große Festhalle auf dem Messegelände beschlagnahmt. Die Militärverwaltung machte daraus eine Kleiderkammer. Wo vorher noch Sechstagerennen, Ausstellungen und der Circus Sarrasani die Massen angelockt hatten, standen jetzt tausende junger Männer Schlange. Die einen unbeschwert, andere vielleicht schon bedrückt und ahnungsvoll. So lief es im ganzen deutschen Reich ab. Mobilmachung hieß das Ganze. Es musste schnell gehen. In den kleinen und großen Städten standen die eingezogenen Rekruten vor den Kleiderkammern – noch…

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Ein bisschen Spaß muss sein…

Ein bisschen Spaß muss sein…

Ein bisschen Spaß muss sein. Dann ist die Welt voll Sonnenschein. Dieses Lebensmotto kennen wir von Roberto Blanco. Vielleicht handelten auch die Produzenten der sogenannten Humorpostkarten zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahre 1914 danach. Während an allen Fronten hundertausende Soldaten getötet wurden, gab es gleichzeitig Postkarten, die den Krieg von seiner spaßigen Seite sehen wollten. Eine ganz infame Idee hatte dabei der Verlag Gerhard Stalling. Spätestens 1916, als der Krieg schon lange kein Kinderspiel mehr war, entstand die Postkartenserie…

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Eisenbahnkrieg mit der Kriegseisenbahn

Eisenbahnkrieg mit der Kriegseisenbahn

Der Krieg begann 1914 mit der sogenannten Mobilmachung. Mobilmachung bedeutet ja laut Wikipedia die allgemeine „Vorbereitung der Streitkräfte eines Staates auf den Einsatz, meist für einen Angriffs- oder Verteidigungskrieg“. Das Wort „mobil“ konnte man aber in den Augusttagen 1914 wörtlich nehmen – war doch alles in rasanter Bewegung. Soldaten, Pferde, Waffen und der Nachschub an Verpflegung – all das wurde in einem bis dahin nicht vorstellbaren Tempo mithilfe der Eisenbahn an die Fronten transportiert. Die Eisenbahn hatte zum ersten Mal…

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