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Kategorie: Fotos

Wort des Jahres 1917: HAMSTERN

Wort des Jahres 1917: HAMSTERN

Jedes Jahr wird seit 1977 von der Gesellschaft Deutscher Sprache das „Wort des Jahres“ gewählt. Zur Auswahl stehen „Wörter, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben.“ Wenn es vor 100 Jahren schon diesen Wettbewerb gegeben hätte, wäre der Begriff „hamstern“ erster Anwärter gewesen, das Wort des Jahres 1917 zu werden. Aber wer hat den Begriff „hamstern“ erfunden oder als erster benutzt? Das ist ähnlich unklar wie bei den heutigen Wörtern des Jahres.

Verwundete Krieger

Verwundete Krieger

Bereits in den ersten drei Monaten des Krieges gab es immense Verluste durch Tod und Verwundung.  Im Verlauf der ersten Grenzschlachten zwischen dem 20. und 25. August 1914 starben auf französischer Seite rund 40.000 Soldaten, d.h. durchschnittlich etwa 8.000 Männer pro Tag. Im September 1914 kamen rund 260.000 deutsche Soldaten zu Tode oder wurden verwundet. Viele der Verwundeten fanden sich in hastig eingerichteten Lazaretten wieder. War man darauf gar nicht vorbereitet?

Krüppel? – Normal!

Krüppel? – Normal!

Moderne Krüppelpflege – mit dieser Überschrift hat die Frauenrechtlerin Anna Plothow vor 100 Jahren einen bemerkenswerten Artikel im Illustrierten Jahrbuch von 1915 verfasst. Sie schreibt gleich zu Beginn, was wir heute manchmal auch empfinden: „Bei dem Wort „Krüppel“ überläuft viele Menschen ein aus Grauen und Mitleid gemischtes Gefühl. Aber das soziale Bewusstsein unserer Zeit hat auch dieses kaltherzige Abtun und dieses falsche Mitleid überwunden.“ Das sind erstaunliche Gedanken für 1915. Anna Plathow beschreibt ausführlich die modernen Anfänge eines menschlicheren Umgangs…

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Ich glaub, ich wohn im Wald

Ich glaub, ich wohn im Wald

Die Deutschen können einfach alles. Krieg anfangen, Krieg bejubeln, Stellungskrieg mitmachen – und wenn der Stellungskrieg zu lange dauert und es vielleicht langweilig zu werden droht, bauen sie sich, sofern der Feind es zulässt, Waldhäuser und Waldwohnungen. Das war damals sicher kein Trend Zurück zur Natur, sondern eher ein bisschen Abwechslung im Kriegsalltag. Vielleicht stieg auch die Laune, wenn man sich im Wald eine kleine Villa gebaut hatte – eine Villa, oder wie der Gefreite Otto Dreyer nach Hause schreibt:…

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Eisenbahnkrieg mit der Kriegseisenbahn

Eisenbahnkrieg mit der Kriegseisenbahn

Der Krieg begann 1914 mit der sogenannten Mobilmachung. Mobilmachung bedeutet ja laut Wikipedia die allgemeine „Vorbereitung der Streitkräfte eines Staates auf den Einsatz, meist für einen Angriffs- oder Verteidigungskrieg“. Das Wort „mobil“ konnte man aber in den Augusttagen 1914 wörtlich nehmen – war doch alles in rasanter Bewegung. Soldaten, Pferde, Waffen und der Nachschub an Verpflegung – all das wurde in einem bis dahin nicht vorstellbaren Tempo mithilfe der Eisenbahn an die Fronten transportiert. Die Eisenbahn hatte zum ersten Mal…

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Eine Art Vermächtnis

Eine Art Vermächtnis

Es soll hier von einem Soldaten erzählt werden, der seine Pflicht für das Vaterland tat. Ein ganz normaler Soldat, der 1914 in den Krieg ziehen musste und wie die meisten sein Leben verlor. Aber etwas Besonderes hebt ihn aus der Masse heraus.

Anti-Kriegsbilder

Anti-Kriegsbilder

1931 erschien im Transmare Verlag, Berlin, ein besonderes Buch, das nur aus Fotos bestand. Der Titel: 1910-1930, Zwanzig Jahre Weltgeschichte in 700 Bildern. Das Bildmaterial wurde seinerzeit von Sandor Márai und Lászlo Dormándi zusammengestellt. Das Buch wurde 1938 von den Nationalsozialisten verboten („Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“). Kein Wunder – sollte es doch nach dem Willen der Herausgeber ein Anti-Kriegsbuch sein, auch wenn Friedrich Sieburg im Vorwort den Begriff „Kriegsbuch“ verwendet.

Wer darf den Krieg fotografieren?

Wer darf den Krieg fotografieren?

Man findet ja immer noch auf Flohmärkten Amateurfotos im Postkartenformat aus dem Ersten Weltkrieg, und in den meisten Familien gibt es noch im Keller oder auf dem Dachboden diese kleinen Kästchen mit Fotos von Opa, Uropa oder Uronkel im Ersten Weltkrieg. Wenn es noch so viele Bilder gibt – konnte da jeder Soldat, der eine Kamera hatte, an der Front fotografieren, was er wollte? Ganz so einfach war es nicht. Schon zu Beginn des Krieges wurde in einer „Anweisung für…

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Heldenpoesie und Wirklichkeit

Heldenpoesie und Wirklichkeit

Fast alle Deutschen hatten im Ersten Weltkrieg verwundete oder gefallene Männer im Familien- und Freundeskreis zu beklagen. Tod und Trauer, Hunger und seelischer Schmerz  waren jahrelang die hartnäckigen Lebensbegleiter in den Familien. Wir fragen uns: Müssen die Menschen damals nicht irgendwann die Sinnlosigkeit des Krieges erkannt haben? Vielleicht ist das ein Grund, warum wir heute nach 100 Jahren uns so intensiv mit diesem Krieg beschäftigen: Wir sind ratlos und können es nicht begreifen, wie die Menschen das alles ertragen und…

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Guillaume Apollinaire

Guillaume Apollinaire

In den Krieg gegen Deutschland zu ziehen, war für Guillaume Apollinaire mehr als eine patriotische Pflicht. Man könnte sagen, es war die Gelegenheit, auf die er immer gewartet hatte, um Frankreich seine Liebe zu beweisen.  Gleich nach Beginn des Ersten Weltkrieges meldete er sich als Freiwilliger, aber er wurde abgewiesen, weil er nicht die französische Staatsangehörigkeit besaß. Dieses Scheitern muss für ihn ähnlich schmerzhaft gewesen sein wie bei früheren Gelegenheiten die Zurückweisung durch seine Geliebten, Annie Playden, Marie Laurencin und…

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