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Monat: Dezember 2015

Sammelleidenschaft 1915

Sammelleidenschaft 1915

Briefmarken sammeln war vor hundert Jahren für jeden Jungen Ehrensache. Auch Stollwerck- oder Liebigbilder wurden gesammelt und auf dem Schulhof getauscht. Ab 1915 wurden die Jungen nun an ein neues Hobby herangeführt: Geld sammeln für den großen Krieg. Wer darin besonders erfolgreich war, bekam vom Direktor eine Urkunde. Überliefert ist ein aufwändig gestaltetes Blatt, das Ernst Stiel im Frühling 1915 für seine Verdienste überreicht wurde. Wir schauen uns das einmal näher an.

Wer opfert sich?

Wer opfert sich?

Wenn bei ebay Ansichtskarten aus der Zeit von 1914 bis 1918 angeboten werden, sind die meisten Postkarten „gelaufen“ – so nennen das Sammler. Mit Briefmarke, Stempel und mit lieben Grüßen sind sie von der Front in die Heimat „gelaufen“ oder umgekehrt. Ein bestimmtes Bildmotiv aber  gibt es nur als „nicht gelaufen“. Abgebildet sind fürstliche Herrschaften – der Herzog von Braunschweig z.B. mit seiner Gattin und dem ersten Sprössling. Oder der Kaiser – mit oder ohne Familie. Fürsten eben. Blaues Blut auf Fotos in…

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Weihnachtshass 1915

Weihnachtshass 1915

Weihnachten 1914 – da soll es tatsächlich ein bisschen nach Frieden ausgesehen haben. Überall im Lande läuteten in der Heimat die Glocken in der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende im kommenden Jahr. An der Front schwiegen für ein paar Augenblicke die Waffen. Hier und da haben englische und deutsche Soldaten gemeinsam Weihnachtslieder gesungen und sogar miteinander Fußball gespielt. Wenn es nach diesen einfachen Soldaten gegangen wäre, wäre spätestens Silvester Schluss mit dem Krieg gewesen. Oder er hätte gar nicht erst…

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Fußball ist unser Leben

Fußball ist unser Leben

Vor einem Jahr ging diese rührselige Geschichte durch die Medien: Weihnachten 1914 haben deutsche und englische Soldaten an der Front ihr Gewehr beiseitegelegt, haben einen kleinen Tannenbaum in die Hand genommen, sind aufeinander zugegangen, haben gemeinsam „Stille Nacht“ gesungen und haben irgendwann aus lauter Feindesliebe angefangen Fußball zu spielen. Fotoapparate wurden gezückt und Bilder fanden sogar den Weg in die englischen Zeitungen. Das Spektakel dauerte nicht lange, dann ging der Krieg leider ohne Frontfußball „normal“ weiter.