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Schlagwort: Heimat

Die Mobilmachung der Deutschen Frau

Die Mobilmachung der Deutschen Frau

Der Erste Weltkrieg ist auch heute noch eine einträgliche Handelsware. Bei ebay z.B. werden tausende von Feldpostkarten angeboten, die Käufer bieten, überbieten und kaufen für horrende Summen kostbare Einzelstücke, aber auch das billige Stück für einen Euro. Es ist nicht immer erkennbar, wo der Unterschied liegt. Auch auf Flohmärkten gibt es jede Menge Erinnerungsstücke der glorreichen Zeit: Orden, Postkarten oder ganze Fotoalben. Opas Vergangenheit wird verscherbelt oder einfach mehr oder weniger sinnvoll entsorgt. Also gehen wir einmal auf einen Hamburger…

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Frieden: 1916 im Angebot

Frieden: 1916 im Angebot

„Angebot und Nachfrage sind zwei wichtige Begriffe der Marktwirtschaft. Dabei spielt der Preis des jeweiligen Produktes eine gravierende Rolle und beeinflusst das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.“ Passen diese Definitionen vielleicht nicht auch auf das, was Kaiser Wilhelm sich kurz vor Weihnachten 1916 ausgedacht hatte? Genau vor 100 Jahren, am 12. Dezember 1916, warf der Kaiser ein Friedensangebot auf den Markt. Die Nachfrage war allerdings nicht sonderlich groß. Keiner griff zu. Es dauerte noch rund zwei Jahre, dann war Deutschland…

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Mein Großvater zieht mit seinem Pferd in den Krieg

Mein Großvater zieht mit seinem Pferd in den Krieg

Über meinen Großvater Friedrich weiß ich so gut wie nichts. Ich habe ihn auch nicht mehr kennen gelernt. Geboren ist er 1879, gestorben 1937. Ein kurzes Leben lang in Masuren. Geheiratet hat er im Jahre 1902 die Charlotte Nymzyk. Sie wurde Mutter von dreizehn Kindern, von denen sieben die Geburt überlebten. Es gibt nur zwei Fotos von ihm und die spärlichen Lebensdaten aus dem Familienstammbuch. Sonst keine Briefe, kein Andenken. Keiner lebt mehr, der etwas über ihn erzählen könnte. Er…

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Eine Frage der Hygiene

Eine Frage der Hygiene

Zu den täglichen Pflichten eines Soldaten gehörte seit alters her die Reinigung seines Gewehrs. Die Selbstreinigung war eher zweitrangig oder kaum möglich. An der Front gab es keine Badewannen, Duschen oder Waschbecken. Wasser, wenn es überhaupt in der Nähe war, war zum Trinken da. Manchmal hatte man Glück und es war ein Fluss in der Nähe. Diese fünf Männer – so steht es auf der Rückseite des Fotos – haben sich im Mai 1917 bei Reims in die Fluten der…

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Hamburger Kriegsbuch 1914

Hamburger Kriegsbuch 1914

Am 1. April 1915 begannen in Hamburg die Osterferien. Es gab Zeugnisse, denn damals endete das Schuljahr immer zu Ostern. Die Schulabgänger – Abiturienten und Realschüler – wollten hinaus ins Leben und die große weite Welt für sich erobern. Aber es war Krieg. Der dauerte bereits ein halbes Jahr, und niemand wusste, wie es weitergehen würde. Finde ich jetzt in der schwierigen Zeit einen Ausbildungsplatz? Kann ich mein Studium beginnen oder werde ich gleich Soldat? Die Zukunft war für die…

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Sammelleidenschaft 1915

Sammelleidenschaft 1915

Briefmarken sammeln war vor hundert Jahren für jeden Jungen Ehrensache. Auch Stollwerck- oder Liebigbilder wurden gesammelt und auf dem Schulhof getauscht. Ab 1915 wurden die Jungen nun an ein neues Hobby herangeführt: Geld sammeln für den großen Krieg. Wer darin besonders erfolgreich war, bekam vom Direktor eine Urkunde. Überliefert ist ein aufwändig gestaltetes Blatt, das Ernst Stiel im Frühling 1915 für seine Verdienste überreicht wurde. Wir schauen uns das einmal näher an.

Fußball ist unser Leben

Fußball ist unser Leben

Vor einem Jahr ging diese rührselige Geschichte durch die Medien: Weihnachten 1914 haben deutsche und englische Soldaten an der Front ihr Gewehr beiseitegelegt, haben einen kleinen Tannenbaum in die Hand genommen, sind aufeinander zugegangen, haben gemeinsam „Stille Nacht“ gesungen und haben irgendwann aus lauter Feindesliebe angefangen Fußball zu spielen. Fotoapparate wurden gezückt und Bilder fanden sogar den Weg in die englischen Zeitungen. Das Spektakel dauerte nicht lange, dann ging der Krieg leider ohne Frontfußball „normal“ weiter.

Die Kriegskinder des Ersten Weltkriegs

Die Kriegskinder des Ersten Weltkriegs

Kriegskinder, Nachkriegskinder, Nachkriegsenkel – zu diesem Thema gibt es inzwischen zahlreiche Publikationen. Vor allem Sabine Bode hat dort Pionierarbeit geleistet und in ihren Büchern aufgezeigt, wie die Kinder im Zweiten Weltkrieg unter Vertreibung, Hunger, Verschüttung oder Bombenhagel gelitten haben. Viele von ihnen wurden dadurch traumatisiert. Sie schwiegen darüber bis ins Alter und trugen ihr Leben lang Unsicherheit, Krankheiten und psychische Schwächen mit sich herum. Aber – so darf gefragt werden: Gibt es nicht auch in der Kindergeneration des Ersten Weltkriegs…

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Henry, der Schwerenöter

Henry, der Schwerenöter

Emma und Henry waren 2014 – zumindest in Hamburg – die beliebtesten Vornamen. Wer hätte gedacht, dass diese altmodischen Vornamen eine Renaissance erleben. Das sind doch Namen, die vor 100 Jahren in Mode waren – neben Gertrud und Hans oder Elfriede und Karl. Und Emma und Henry waren natürlich auch dabei. Da ist es ein schöner Zufall, dass uns einige Postkarten aus dem Jahr 1916 erhalten sind, die ein gewisser Henry Weber von seinem Schatz Emma bzw. Emmy erhalten hat….

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Wort des Jahres 1917: HAMSTERN

Wort des Jahres 1917: HAMSTERN

Jedes Jahr wird seit 1977 von der Gesellschaft Deutscher Sprache das „Wort des Jahres“ gewählt. Zur Auswahl stehen „Wörter, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben.“ Wenn es vor 100 Jahren schon diesen Wettbewerb gegeben hätte, wäre der Begriff „hamstern“ erster Anwärter gewesen, das Wort des Jahres 1917 zu werden. Aber wer hat den Begriff „hamstern“ erfunden oder als erster benutzt? Das ist ähnlich unklar wie bei den heutigen Wörtern des Jahres.