In Flanders‘ Fields

In Flanders‘ Fields

Auf der documenta 12 gab es nur für kurze Zeit ein vergängliches Kunstwerk zu sehen. Direkt vor dem Fridericianum hatte die kroatische Künstlerin Sanja Ivekovic ein Mohnblumenfeld angelegt. Wochenlang wurde der Friedrichsplatz in ein leuchtendes Rot getaucht.

http://www.documenta11.de/1049.html?&L=0

P1010125Mohn blüht bekanntermaßen nicht so lange, die Pracht war  im trockenen Sommer 2007 schnell vorüber. Aber die Menschen werden sich in diesem Jahr in Deutschland und auf der ganzen Welt an dieses und andere Mohnfelder erinnern.

Der erste Weltkrieg begann 1914 mit verheerenden Schlachten in Belgien und Frankreich und mit großen Verlusten für alle Beteiligten. Der Kanadier John McCrae, ein Arzt und Poet, schrieb am 3. Mai 1915, nachdem er an der Beerdigung eines gefallenen Freundes teilgenommen hatte, das Mohnblütengedicht „In Flanders‘ Fields“. Mit ihrer leuchtendroten Farbe ist die Mohnblüte bis heute in vielen Ländern Symbol für die Gefallenen. Seit 1919 würdigen die Commonwealth Staaten am 11. November, am sogenannten Poppy Day, ihre Kriegsgefallenen mit einer Gedenkminute um 11 Uhr morgens.

http://entdeckeengland.com/2013/11/11/poppy-day/

In Flanders’ Fields
 
In Flanders fields the poppies blow
Between the crosses, row on row,
That mark our place; and in the sky
The larks, still bravely singing, fly
Scarce heard amid the guns below.
 
We are the dead. Short days ago
We lived, felt dawn, saw sunset glow,
Loved, and were loved, and now we lie
In Flanders fields.
 
Take up our quarrel with the foe:
To you from failing hands we throw
The torch; be yours to hold it high.
If ye break faith with us who die
We shall not sleep, though poppies grow
In Flanders fields.
 
http://www.youtube.com/watch?v=3WCd3lQY0o8
http://www.youtube.com/watch?v=qyQyhVXUwM0
 

In Flanders' FieldsIm Internet findet man zahlreiche Hinweise für  Veranstaltungen, in denen der erste Weltkrieg und die Mohnblume im Mittelpunkt stehen werden. Allerdings gilt das eher für die Länder Belgien, Frankreich und England.

http://www.inflandersfields.be/de
http://www.toerismeieper.be/de
 

In Deutschland ist die mediale Aufmerksamkeit für den Krieg vor 100 Jahren im Augenblick zwar sehr groß. Fernsehen, Zeitungen und Bücher berichten ununterbrochen. Es wird aber sicher Gründe haben, dass in Deutschland Veranstaltungsorte oder Erinnerungstage nur sehr spärlich ausgewiesen werden.

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