Otmar Hitzfeld hat’s getan. Jürgen Klopp hat’s getan. Man glaubt es nicht, auch Putin hat‘s getan und sogar Helmut Schmidt hat vor aller Welt bewiesen: Männer können weinen. Ob beim Abschied vom geliebten Fußballclub oder in bewegenden Augenblicken der Weltgeschichte – wir sind oft live dabei, wenn im Fernsehen sogenannte gestandene Männer weinen.
Aber es gibt nicht nur Männer, die medienwirksam weinen, wenn die halbe Welt zuschaut. In England ist vor zwei Jahren ein Gedichtband erschienen mit dem herausfordernden Titel „POEMS that make GROWN MEN CRY“. Können Gedichte tatsächlich Männer zum Heulen bringen? weiterlesen
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Am 1. April 1915 begannen in Hamburg die Osterferien. Es gab Zeugnisse, denn damals endete das Schuljahr immer zu Ostern. Die Schulabgänger – Abiturienten und Realschüler – wollten hinaus ins Leben und die große weite Welt für sich erobern. Aber es war Krieg. Der dauerte bereits ein halbes Jahr, und niemand wusste, wie es weitergehen würde. Finde ich jetzt in der schwierigen Zeit einen Ausbildungsplatz? Kann ich mein Studium beginnen oder werde ich gleich Soldat? Die Zukunft war für die Jungen und Mädchen ungewiss.
In einem Faltblatt wird das Ziel genannt: „Verschiedene Institutionen, Vereine und Einzelpersonen gedenken oft exklusiv jeweils bestimmter historischer Ereignisse und ihrer Opfer. Wir möchten diesen Zustand überwinden und zu Toleranz, gegenseitigem Verständnis und gesellschaftlicher Integration beitragen.“
Die erste Station dieses Friedenspfads steht mitten in der Stadt auf einer kleinen Rasenfläche. Es ist eine Ansammlung von dreizehn Quadern. Eine gesichtslose Ecke mit Neubauten in Lüneburg – ein Sonnenstudio, ein Bowlingcenter, ein Matratzen-Outlet. Ein Denkmal ist ein Denkmal, ist ein Denkmal – könnte man jetzt fabulieren. Aber warum gerade da, an einer gesichtslosen Kreuzung? 

Ab 1915 wurden die Jungen nun an ein neues Hobby herangeführt: Geld sammeln für den großen Krieg. Wer darin besonders erfolgreich war, bekam vom Direktor eine Urkunde. Überliefert ist ein aufwändig gestaltetes Blatt, das Ernst Stiel im Frühling 1915 für seine Verdienste überreicht wurde. Wir schauen uns das einmal näher an.
Wenn bei ebay Ansichtskarten aus der Zeit von 1914 bis 1918 angeboten werden, sind die meisten Postkarten „gelaufen“ – so nennen das Sammler. Mit Briefmarke, Stempel und mit lieben Grüßen sind sie von der Front in die Heimat „gelaufen“ oder umgekehrt. Ein bestimmtes Bildmotiv aber gibt es nur als „nicht gelaufen“.